Barrierefreies Bad planen: Checkliste für altersgerechtes Badezimmer
Planung & Renovierung 10 min Lesezeit Aktualisiert am 1. September 2026

Barrierefreies Bad planen: Checkliste für altersgerechtes Badezimmer

Was Sie bei einer barrierefreien Badgestaltung beachten müssen – von der Dusche bis zur Höhe des Waschtischs.

Warum vorausschauend planen?

Ein barrierefreies Bad ist nicht nur für Menschen mit Einschränkungen relevant. Wer heute Mitte 50 ist, wird in 20 Jahren dankbar für eine ebenerdige Dusche und gut erreichbare Möbel sein. Eine nachträgliche Anpassung ist oft teurer als gleich richtig zu planen.

Die wichtigsten Anforderungen

Ebenerdige Dusche: Die Duschfläche sollte stufenlos mit dem Boden abschließen. Eine flache Duschwanne mit 2–3 cm Höhe ist ein Kompromiss, wenn die Bausubstanz keine vollständige Niveauabsenkung erlaubt.

Waschtischhöhe: 80–85 cm sind für Rollstuhlnutzer ideal. Für gehfähige ältere Menschen reicht oft 85 cm. Der Waschtisch sollte unterfahrbar sein, also mindestens 67 cm freie Höhe darunter haben.

Stützgriffe: Neben WC und Dusche sind klappbare oder feste Stützgriffe wichtig. Die Höhe liegt typischerweise bei 80–85 cm.

Bewegungsfläche: Vor allen Sanitärobjekten sollte eine Fläche von 120x120 cm für das Drehen mit dem Rollstuhl frei sein.

Türbreite: Mindestens 80 cm, besser 90 cm. Die Tür sollte nach außen aufschlagen oder als Schiebetür ausgeführt sein.

Hilfsmittel und Zusatzausstattung

Ein Notrufzug im Dusch- und WC-Bereich ist bei Pflegebedürftigkeit wichtig. Auch eine höhenverstellbare Waschtischsäule oder ein Wand-WC mit 48 cm Sitzhöhe statt der üblichen 40 cm erleichtern den Alltag.

Praktische Tipps

  • Rutschfeste Bodenfliesen mit R-Klasse R10 oder R11 wählen.
  • Ein Thermostat-Mischbatterie schützt vor Verbrühungen.
  • Auf Fußbodenheizung achten – warme Füße sind für ältere Menschen wichtig.