Fliesen verlegen: Tipps für eine gelungene Verlegung
Fliesen & Boden 9 min Lesezeit Aktualisiert am 8. September 2026

Fliesen verlegen: Tipps für eine gelungene Verlegung

Vom Untergrund bis zur Fuge – die wichtigsten Schritte und Fehlerquellen beim Fliesenlegen.

Der Untergrund entscheidet

Fliesen sind nur so gut wie der Untergrund. Unebenheiten führen zu Rissen, Hohlräume zu Brüchen. Prüfen Sie den Untergrund mit einer Richtlatte – Abweichungen über 3 mm pro 2 m müssen ausgeglichen werden.

Praktische Tipps

  • Alte Fliesen können als Untergrund bleiben, wenn sie fest sitzen und entfettet sind.
  • Trockenbau-Platten (Gipsfaser) sind ein leichter Untergrund für Wandfliesen.
  • Im Duschbereich muss der Untergrund wasserabweisend abgedichtet sein (Dichtschlämme).

Verlegemuster

Reihenverband: Fliesen liegen gerade übereinander – einfach, aber langweilig.

Versetzverband: Jede zweite Reihe um eine halbe Fliese versetzt – lebendiger, klassisch.

Diagonal: Fliesen um 45 Grad gedreht – wirkt dynamisch, ist aber verschnittintensiver.

Fischgrat: Rechteckige Fliesen im Zickzack – elegant, aber anspruchsvoll zu verlegen.

Fugen nicht vernachlässigen

Die Fuge ist die Schwachstelle jeder Fliesenfläche. Sie muss elastisch und wasserabweisend sein. Im Duschbereich ist eine Epoxidfuge empfehlenswert – sie ist dichter und schimmelresistenter als Zementfugen. Versiegeln Sie Fugen nach der Verlegung mit einem Fugenschutz.